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Boxer-Klub E.V.

FAQ zur aktuellen Spondylosestudie beim Boxer

Nach dem Aufruf in den BB 9/2018, Seite 374 zur Mithilfe bei einer Studie, die seit März 2018 zur Spondylose läuft, gab es einige Fragen zu dieser Studie. Antje Gütgemann führte dazu ein Interview mit der Zuchtleiterin Beate Jodl. Das Interview ist auch in den BB 10+11/2018 veröffentlicht und soll helfen, den Grund und die Ziele zu erläutern. Es soll auch Anleitung geben, wie man sich beteiligen kann und was zu tun ist.

Die Formulare zur Beteiligung an der Studie können Sie hier downloaden:

Erklärung EDTA-Blutprobe (Universität Bern)
pdf-Download

Erklärung zur Auswertung der Röntgenaufnahme (Dr. Viefhues)
pdf-Download

Spondylose - frei

Frage:
Welche Studie bzw. Studien wurden mit welchem Ziel in Auftrag gegeben?

Antwort:
In einer sogenannten kleinen Spondylose-Studie soll untersucht werden, ob Boxer mit Spondylose-Befund 0 im späteren Leben eine Spondylose ausbilden oder frei bleiben. In einer weiteren, größer gefächerten Studie soll untersucht werden, wie sich die verschiedenen Spondylosegrade im Verlauf des Boxerlebens entwickeln.
Es wäre wünschenswert, dass alle erstmals untersuchten Hunde teilnehmen und im Weiteren einmal jährlich zur Erfassung des Verlaufes eine Röntgenaufnahme einreichen würden. So würden wir im BK mit relativ geringem Aufwand kurzfristig zum Ziel kommen.
Gerne gesehen sind natürlich auch all jene, die Aufnahmen älterer Boxer zu Vergleichszwecken zur Verfügung stellen. Wichtig: Es werden dringend Aufnahmen ALLER Befundgrade gesucht, da diese für den Vergleich von besonderem Interesse sind!
Gleichzeitig soll festgestellt werden, ob es sich bei der von uns "Spondylose" genannten Veränderung tatsächlich um eine solche handelt oder um DISH (Diffuse Idiopathische Skelettale Hyperostose). DISH bezeichnet eine Verknöcherung des Gewebebandes, das am unteren Rückgrat verläuft. Ob dazu, zu einem späteren Zeitpunkt, tatsächlich noch MRTs angefertigt werden müssen, bleibt abzuwarten. Im Moment sieht es so aus, als könne man anhand des Röntgenbildes die notwendige Unterscheidung feststellen. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt noch MRT-Aufnahmen benötigt werden, wird dies entsprechend kommuniziert werden.

Frage:
Was ist der genaue Inhalt der Studie/Studien?

Antwort:
In der kleinen Studie wurden von Frau Dr. Viefhues ca. 50 Boxer anhand der bereits vorliegenden Röntgenaufnahmen herausgefiltert, deren Spondylosegrad 0 ist, besser gesagt Befund "0-0" (weil diese Boxer ohne jede Zubildung an den Wirbelkörpern, also auch ohne die geringfügigen Zacken, die bei Spondylose 0 noch erlaubt sind). Diese Boxerbesitzer wurden angeschrieben und gebeten jährlich ihre Boxer röntgen zu lassen, um festzustellen, ob es so bleibt, oder sich doch eine spätere Spondylose entwickelt.
Für die große Studie benötigen wir jährliche Röntgenbilder von Boxern aller Befundgrade. Gleichzeitig ist es wichtig, dass einmal eine Blutprobe abgegeben wird. Diese dient wie das Röntgenbild dazu, festzustellen, ob und wie man gegen die Beeinträchtigungen vorgehen kann.

Frage:
Wer zahlt die Kosten für die jährlichen Röntgenbilder, der von Frau Dr. Viefhues ausgewählten Boxer?

Antwort:
Die Kosten der Röntgenaufnahmen mögen die Besitzer bitte selbst übernehmen. Diese belaufen sich auf ca. 30 Euro. Es handelt sich ja nur um die Röntgenaufnahme ohne Narkose oder weitere Aufträge für den Tierarzt. Die Kosten für die Auswertungen, ausgenommen natürlich die zuchtrelevante Befundung, übernimmt zur Gänze der BK.

Frage:
Verstehe ich sie richtig, dass es für die Gesundheit unseres Boxers richtig und wünschenswert wäre, dass jedes Mitglied seinen Boxer einmal jährlich röntgen lässt und einmal eine Blutprobe abgibt?

Antwort:
Das wäre mein Wunsch, richtig! Man kann die Teilnehmer dahingehend eingrenzen, dass eine jährliche Röntgenaufnahme bei jungen und junggebliebenen Boxern bis zu einem Alter von ca. 5 Jahren am sinnvollsten ist. Die Blutprobe muss nur einmalig abgegeben werden.

Frage:
Wird man jährlich als Besitzer an das Kontrollröntgen erinnert, oder muss man selbst daran denken?

Antwort:
Ich glaube, alle Besitzer, die sich entschlossen haben, zum Wohl der Rasse beitragen zu wollen, werden keine Erinnerung benötigen bzw. diese zum Beispiel mit ihrem Tierarzt vereinbaren. Das "jährliche" Röntgen ist bitte nicht wörtlich zu verstehen. Wer es nur alle 16 oder 18 Monate schafft, leistet einen ebenso wertvollen Beitrag!

Frage:
Hilft es auch ältere Boxer zu röntgen, also in die Studie aufzunehmen? Ich meine, Boxer die aufgrund ihres Alters nicht mehr 6 bis 7 Jahre lang jährlich geröntgt werden können?

Antwort:
Ja natürlich! Es liegt in der Regel ein zuchtrelevantes Röntgenbild vor, das es Frau Dr. Viefhues anhand der ZB.-Nr. erlaubt, den bereits vorliegenden und den Jetztzustand zu vergleichen. Dies lässt Rückschlüsse auf den Verlauf zu!

Frage:
Heißt das, der Besitzer erfährt das "neue" Auswertungsergebnis auch, oder kann es auf seinen Wunsch erfahren?

Antwort:
Der Eigentümer selbst und nur dieser kann mit den Daten seines Hundes die Auswertung bei Frau Dr. Viefhues hinterfragen.

Frage:
Für was ist die Blutentnahme erforderlich und für was dient sie genau?
Der Bogen zur Teilnahme an der Studie zur Spondylose sieht nur ein Kreuz für Genetische Studie vor.
Was muss man darunter verstehen, ein Schritt in Richtung der Möglichkeit später auch Gen-Tests auf Erberkrankungen machen zu können?
Nur für Spondylose, oder vielleicht mehr?

Antwort:
Für die genetische Untersuchung wird ca. 5 ml EDTA-Blut benötigt. Die Tierärzte wissen Bescheid und geben Ihnen die entsprechend aufbereiteten Blutproben, die Sie bitte in einem gepolsterten Briefumschlag mit normaler Post in die Schweiz schicken. Es werden zunächst Blutproben für die Erforschung zur Bekämpfung der Spondylose gesammelt. Natürlich besteht grundsätzlich die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt, diese Blutproben erneut und zu weiteren Forschungszwecken zu benutzen. Das alles ist noch Zukunftsmusik. Der erste Schritt muss nun einmal erfolgen. Warum also nicht jetzt und sofort?

Frage:
Das leuchtet ein. Könnte der Boxerklub auch Einfluss auf weitere genetische Untersuchungen bei der UNI Bern durch unsere archivierten Blutproben nehmen?

Antwort:
Im Bedarfsfall wäre das denkbar.

Frage:
Werden die Vererbungslinien auch untersucht?

Antwort:
Nein!

Abschließend möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ein zuchtrelevant festgestellter Befund unverändert beibehalten wird, egal wie bei den einzelnen Boxern der Verlauf der Spondylose sein wird. Um es für alle Beteiligten etwas einfacher zu machen, wird auf der HP des BK ein eigener Button mit allen Formblättern und diesen Informationen zur Studie eingerichtet. Ich bedanke mich aufrichtig für das Interesse und die Unterstützung.

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