| Richtlinien
über die Ausübung der Helfertätigkeit in Abteilung C der
"Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (VPG)"
Helferbestimmungen
Voraussetzungen
für den Einsatz als Helfer in Abteilung "C"
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Die Richtlinien und Bestimmungen
bezüglich der Helfertätigkeit der Prüfungsordnung sind zu beachten.
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Der HL in Abteilung "C" ist am
Tag der Prüfung der Assistent des LR.
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Im Hinblick auf seine persönliche
Sicherheit sowie auch aus versicherungsrechtlichen Gründen, hat der
HL, sowohl im Ausbildungsbetrieb wie auch bei Prüfungen und
Wettkämpfen, Schutzbekleidung (Schutzhose, Schutzjacke, Schutzarm) zu
tragen.
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Das Schuhwerk des HL muss den
Witterungs-/Bodenverhältnissen angepasst, standsicher und rutschfest
sein.
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Vor Beginn der Abteilung "C"
wird der HL vom LR eingewiesen. Er hat seine Tätigkeit nach den
Weisungen des LR verbindlich auszuführen.
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Der HL hat bei
Entwaffnungen/Durchsuchungen auf Anweisung des HF zu arbeiten, soweit
dies nach der PO erwartet wird. Er muss es dem HF ermöglichen, den
Hund vor Beginn des Seiten- und Rückentransportes nochmals in
Grundstellung zu nehmen.
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Bei Vereinsprüfungen kann mit einem HL
gearbeitet werden. Ab 7 Hunden in einer Prüfung sollten jedoch
zwei HL eingesetzt werden. Bei überregionalen Veranstaltungen wie
z.B. Wettkämpfen, Qualifikationsprüfungen, Meisterschaften usw. sind
generell mindesten zwei HL einzusetzen. Ein mit dem HF in häuslicher
Gemeinschaft lebender HL darf bei allen Veranstaltungen eingesetzt
werden.
Grundsätze zum
Helferverhalten bei Prüfungseinsätzen:
1. "Allgemein"
Im Rahmen einer Prüfung ist der
Ausbildungsstand und die Qualität des vorgeführten Hundes (z.B.
Triebveranlagung, Belastungsfähigkeit, Selbstsicherheit und
Führigkeit) vom LR zu beurteilen. Der LR kann das objektiv
beurteilen, was er im Verlauf der Prüfung akustisch und visuell erfasst.
Dieser Aspekt, vor allem aber auch
die Wahrung des sportlichen Charakters der Prüfung (d.h. möglichst
gleiche Voraussetzungen für alle Teilnehmer) erfordern es, dass die
Helferarbeit dem LR ein weitgehend zweifelsfreies Bild bieten muss.
Es darf also nicht der Willkür
des HL überlassen bleiben, wie die Abteilung "C" gestaltet
wird. Vielmehr hat der HL eine Reihe von Regeln zu beachten.
Vom LR sind bei den Prüfungen in
den einzelnen Übungselementen die wichtigsten Beurteilungskriterien
für die Abteilung "C" zu überprüfen. Diese sind z.B.
Belastbarkeit, Selbstsicherheit, Triebverhalten, Führigkeit. Darüber
hinaus ist auch die Griffqualität der vorgeführten Hunde zu
beurteilen. Demzufolge muss der Hund, wenn z.B. die Griffqualität
beurteilt werden soll, vom Helfer die Möglichkeit erhalten einen
"guten Griff" überhaupt zu setzen, oder wenn die
Belastbarkeit bewertet werden soll, ist es erforderlich, dass
"Belastung" durch den entsprechenden Einsatz des Helfers
erfolgt. Anzustreben ist daher ein möglichst einheitliches
Helferverhalten, das den Forderungen an die Beurteilungsmöglichkeit
genügt.
2. "Stellen und
Verbellen" (Prüfungsstufen 1 - 3)
Der HL steht – für HF und Hund
nicht sichtbar – mit leicht angewinkeltem Schutzarm bewegungslos und
ohne "drohende" Körperhaltung im zugewiesenen Versteck. Der
Schutzarm dient als Körperschutz. Der Hund ist beim "Stellen und
Verbellen" vom HL zu beobachten, zusätzliche Reizlagen sowie
Hilfestellungen aller Art, sind nicht zulässig. Der Softstock wird
seitlich nach unten gehalten.
3. "Verhinderung eines
Fluchtversuches des Helfers"
(Prüfungsstufen 1 - 3)
Der HL kommt nach der Übung
"Stellen und Verbellen" nach Aufforderung durch den HF in
normaler Gangart aus dem Versteck und stellt sich an dem vom LR
zugewiesenen Platz (markierte Fluchtposition) auf. Die Position des HL
muss dem HF ermöglichen seinen Hund in einer Distanz von 5 Schritten an
einer ebenfalls zugewiesenen Stelle seitlich vom HL auf der
Schutzarmseite abzulegen. Für den HF muss die Fluchtrichtung erkennbar
sein.
Der HL unternimmt auf Anweisung
des LR in schnellem und forschem Laufschritt einen Fluchtversuch in
gerader Richtung, ohne dabei übertrieben und unkontrolliert zu laufen.
Der Schutzarm wird nicht zusätzlich in Bewegung versetzt, der Hund soll
eine optimale Anbissmöglichkeit vorfinden. Der HL darf sich während
des Fluchtversuches keinesfalls zum Hund drehen, er kann jedoch den Hund
im Blickwinkel haben. Das Wegziehen des Schutzarmes hat zu unterbleiben.
Hat der Hund gefasst läuft der HL in gerader Richtung weiter, er zieht
dabei den Schutzarm aus der Bewegung heraus dicht an den Körper.
Die Länge der vom HL
zurückzulegenden Fluchtdistanz wird vom der LR festgelegt. Der HL
stellt auf Anweisung des LR den Fluchtversuch ein. Wenn der
Fluchtversuch mit der entsprechenden Dynamik vom HL durchgeführt wird,
hat der LR eine optimale Beurteilungsmöglichkeit. Jegliche
Hilfestellung durch den HL wie z.B. übertriebenes Anbieten des
Schutzarmes vor dem Anbiss, Reizlaute oder Anschlagen mit dem Softstock
an die Schutzhose vor Beginn oder während des Fluchtversuches,
spannungslos gehaltener Schutzarm nach dem Anbiss, Minderung der Fluchtgeschwindigkeit, selbständiges Einstellen des Fluchtversuches
usw. sind nicht zulässig.
Einstellung siehe Punkt 8 (gilt
für alle Übungen)
4. "Abwehr eine
Angriffes aus der Bewachungsphase"
(Prüfungsstufen 1 - 3)
Nach der Bewachungsphase
unternimmt der HL auf Anweisung des LR einen Angriff auf den Hund.
Hierbei wird der Softstock mit drohenden Bewegungen oberhalb des
Schutzarmes eingesetzt ohne den Hund zu schlagen. Im gleichen Augenblick
wird der Hund, ohne dass der Schutzarm zusätzlich in Bewegung versetzt
wird, frontal durch Vorwärtslaufen mit dem entsprechenden Widerstand
angegriffen. Der Schutzarm wird hierbei dicht am Körper gehalten. Hat
der Hund gefasst, ist er aus der Bewegung durch den HL seitlich zu
platzieren und die Belastungsphase in gerader Richtung beginnt. Der HL
muss alle Hunde in derselben Richtung bedrängen. Demnach hat sich der
LR so zu positionieren, dass es ihm möglich ist, bei allen Hunden das
Angriffsverhalten, das Verhalten während der Belastungsphase, das
Griffverhalten, das Ablassen und die Bewachungsphase zu beurteilen. Ein
Bedrängen in Richtung des HF ist nicht zulässig.
Die Stockschläge mit dem
Softstock erfolgen auf die Schultern und im Bereich des Widerristes. Die
Stockschläge sind bei allen Hunden in derselben Intensität
anzubringen. Der 1. Schlag erfolgt nach ca. 4 – 5 Schritten, der 2.
Schlag nach weiteren 4 – 5 Schritten in der Belastungsphase. Nach dem
2. Schlag ist ein weiteres Bedrängen ohne Stockschläge zu zeigen.
Die Dauer der Belastungsphase
bestimmt der LR. Der HL stellt auf Anweisung des LR die Belastung ein.
Wenn der Angriff mit der entsprechenden Dynamik vom HL durchgeführt
wird, hat der LR eine optimale Beurteilungsmöglichkeit. Jegliche
Hilfestellung durch den HL wie z.B. Anbieten des Schutzarmes vor dem
Anbiss, Reizlaute oder Anschlagen mit dem Softstock an die Schutzhose
vor Beginn des Angriffes, spannungslos gehaltener Schutzarm nach dem
Anbiss während der Belastungsphase, unterschiedliche Intensität
während der Belastungsphase und bei den Stockschlägen, selbständiges
Einstellen bei Mängeln der Belastungsfähigkeit des Hundes usw. sind
nicht zulässig.
Einstellung siehe Punkt 8 (gilt
für alle Übungen)
5.
"Rückentransport" (Prüfungsstufen 2 + 3)
In normaler Gangart führt der HL
nach Aufforderung durch den HF einen Rückentransport über eine Distanz
von ca. 30 Schritten durch. Den Verlauf des Transportes bestimmt der LR.
Der HL darf während des Transportes keine ruckartigen Bewegungen
durchführen. Der Softstock und der Schutzarm sind so zu tragen, dass
sie für den Hund keine zusätzliche Reizlage bilden. Insbesondere der
Softstock ist hierbei verdeckt zu tragen. Der HL geht bei allen Hunden
in derselben Schrittgeschwindigkeit.
6. "Überfall auf den
Hund aus dem Rückentransport"
(Prüfungsstufen 2 + 3)
Der Überfall aus dem
Rückentransport erfolgt aus der Bewegung auf Anweisung der LR. Der
Überfall wird vom der HL durch eine dynamische Links- oder
Rechtskehrtwendung und einem druckvollen Vorwärtslaufen in Richtung des
Hundes durchgeführt. Der Softstock wird oberhalb des Schutzarmes unter
drohenden Bewegungen eingesetzt. Der Schutzarm ist frontal zur
Laufrichtung am Körper des HL zu halten. Zusätzliche Bewegungen des
Schutzarmes sind zu vermeiden. Hat der Hund gefasst, ist er aus der
Bewegung durch den HL seitlich zu platzieren und die Belastungsphase in
gerader Richtung beginnt. Der HL muss alle Hunde in derselben Richtung
bedrängen. Demnach hat sich der LR so zu positionieren, dass es ihm
möglich ist, bei allen Hunden das Angriffsverhalten, das Verhalten
während der Belastungsphase, das Griffverhalten, das Ablassen und die
Bewachungsphase zu beurteilen. Ein Bedrängen in Richtung des HF ist
nicht zulässig.
Die Dauer der Belastungsphase
bestimmt der LR. Der HL stellt auf Anweisung des LR die Belastung ein.
Wenn der Angriff mit der entsprechenden Dynamik vom HL durchgeführt
wird, hat der LR eine optimale Beurteilungsmöglichkeit. Jegliche
Hilfestellung durch den HL wie z.B. übertreiben seitliches Abweichen
des HL vor dem Anbiss, Anbieten des Schutzarmes vor dem Anbiss,
Reizlaute oder Anschlagen mit dem Softstock an die Schutzhose bei Beginn
des Überfalls, spannungslos gehaltener Schutzarm nach dem Anbiss
während der Belastungsphase, unterschiedliche Intensität während der
Belastungsphase, selbständiges Einstellen bei Mängeln der
Belastungsfähigkeit des Hundes usw. sind nicht zulässig.
Einstellung siehe Punkt 8 (gilt
für alle Übungen)
7. "Angriff auf den
Hund aus der Bewegung" (Prüfungsstufe 1 - 3)
Der HL verlässt auf Anweisung des
LR sein ihm zugewiesenes Versteck und überquert im normalem Schritt
(Prüfungsstufe 1)/ im Laufschritt (Prüfungsstufe 2 + 3) das
Vorführgelände bis zur Mittellinie und
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geht aus dem normalen Schritt direkt in den
Laufschritt über und greift den HF und Hund unter Abgabe von
Vertreibungslauten und Drohbewegungen mit dem Softstock frontal an
(Prüfungsstufe 1).
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ohne den Laufschritt zu unterbrechen, greift er
den HF und Hund unter Abgabe von Vertreibungslauten und
Drohbewegungen mit dem Softstock frontal an (Prüfungsstufen 2 + 3).
Der Hund muss mit elastischer
Schutzarmhaltung, ohne dass der HL zum Stillstand kommt, angenommen
werden. Beim Annehmen des Hundes muss – soweit erforderlich – eine
Drehung des Körpers durchgeführt werden, um den Schwung des Hundes
abzufangen. Der Hund darf auf keinen Fall umlaufen werden. Hat der
Hund gefasst, ist er aus der Bewegung durch den HL seitlich zu
platzieren und die Belastungsphase in gerader Richtung beginnt.
Hierbei muss ein Überrollen des Hundes auf jeden Fall vermieden
werden. Der HL muss alle Hunde in derselben Richtung bedrängen. Demnach
hat sich der LR so zu positionieren, dass es ihm möglich ist, bei
allen Hunden das Angriffsverhalten, das Verhalten während der
Belastungsphase, das Griffverhalten, das Ablassen und die
Bewachungsphase zu beurteilen. Ein Bedrängen in Richtung des HF
ist nicht zulässig.
Die Dauer der Belastungsphase
bestimmt der LR. Der HL stellt auf Anweisung des LR die Belastung ein.
Wenn der Angriff mit der entsprechenden Dynamik vom HL durchgeführt
wird, hat der LR eine optimale Beurteilungsmöglichkeit. Jegliche
Hilfestellung durch den HL wie z.B. Minderung der
Angriffsgeschwindigkeit, Annahme des Hundes im Stand, übertrieben
seitliches Abweichen des HL vor dem Anbiss, Umlaufen des Hundes,
Anbieten des Schutzarmes vor dem Anbiss, spannungslos gehaltener
Schutzarm nach dem Anbiss während der Belastungsphase,
unterschiedliche Intensität während der Belastungsphase,
selbständiges Einstellen bei Mängeln der Belastungsfähigkeit des
Hundes usw. sind nicht zulässig.
Einstellung siehe Punkt 8 (gilt
für alle Übungen)
8. "Einstellung"
(gilt für alle Übungen)
Die Einstellung bei allen
Verteidigungsübungen ist so durchzuführen, dass der LR das
Griffverhalten, das Ablassen und die Bewachungsphase des Hundes
beobachten kann (nicht mit dem Rücken zum LR einstellen, Blickkontakt
zum LR halten). Nach der Einstellung einer Verteidigungsübung ist der
Widerstand gegen den Hund zu verringern, der HL hat die Bewegungsreize
einzustellen, ohne den Schutzarm deutlich zu lockern. Der Schutzarm ist
nicht hoch angewinkelt zu tragen, sondern er verbleibt in der Position
in der er auch während der vorangegangenen Übung gehalten wurde. Der
Softstock wird für den Hund nicht sichtbar seitlich am Körper nach
unten gehalten. Für das Ablassen dürfen vom HL keinerlei
Hilfestellungen gegeben werden. Nach dem Ablassen hält der HL
Blickkontakt zum Hund zusätzliche Reizlagen sowie Hilfestellungen aller
Art sind nicht zulässig. Um den Hund im Auge zu behalten, kann sich der
HL während der Stellphasen bei umkreisenden Bewegungen des Hundes
langsam ohne ruckartigen Bewegungen mitdrehen.
9. "Unsicherheiten und
Versagen des Hundes"
Ein Hund, der bei einer
Verteidigungsübung nicht zufasst, oder in einer Belastungsphase den
Griff löst und ablässt, ist durch den HL weiter zu bedrängen, bis der
LR die Übung abbricht. Der HL darf in einer solchen Situation
keinesfalls Hilfestellungen geben, oder selbstständig die Übung
einstellen. Hunde, die nicht ablassen dürfen seitens des HL durch
entsprechende Haltung oder Bewegung des Softstockes nicht zum Ablassen
gebracht werden. Hunde, die während der Stellphasen dazu neigen den HL
zu verlassen, dürfen seitens des HL durch Reizeinwirkungen nicht
gebunden werden. Der HL hat sich bei allen Übungen und Übungsteilen
gemäß den Forderungen der PO aktiv oder neutral zu verhalten. Stößt
oder beißt ein Hund während der Stellphasen zu, sind Abwehrbewegungen
durch den HL zu vermeiden.
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